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Engagement attraktiver machen (Meldung vom 31.08.2017)

 Ferienfreizeiten fördern die Persönlichkeitsentwicklung der Teilnehmer, aber auch der Betreuer: damit das gelingt, braucht es gute Rahmenbedingungen. Darum geht es bei der Kampagne des Landesjugendringes Baden-Württemberg „Jugendarbeit ist MehrWert“. Die Landtagsabgeordnete Nese Erikli (Grüne) aus dem Landkreis Konstanz informierte sich dazu auf dem Campingplatz der AWO in Horn. Hier konnte sich die Abgeordnete überzeugen, was es bedeutet, eine Freizeit für 40 Jugendliche von 12 bis 16 Jahren durchzuführen. Als Fazit betonte Frau Erikli die Bedeutung solcher Angebote als gesamtgesellschaftliche Aufgabe: „Ich bin immer wieder von den Jugendfreizeiten bei uns im Land beeindruckt. Hier können Jugendliche schöne Tage verbringen, neue Freunde finden und auch einiges über Land und Leute lernen. Die freie Jugendarbeit ist nicht nur deshalb eine wichtige Säule unserer Gesellschaft.“ Erikli bedankte sich stellvertretend bei Nadine Englert, die als Betreuerin an dem Gespräch teilnahm. Die 21-Jährige kommt aus Freiburg, studiert katholische Theologie und hatte schon Vorerfahrungen bei den Johannitern gemacht. Ihr ist dieses Engagement wichtig und sie erfährt auch Zustimmung in ihrem Bekanntenkreis dafür. Allerdings wird es immer schwerer, Ehrenamtliche für diese anspruchsvolle Arbeit zu finden. Darum ist es Frau Erikli wichtig, sich darum zu kümmern, dass dieses Engagement attraktiver gemacht werden kann: „Durch die Anrechnung des Engagements in Jugendverbänden, zum Beispiel für das Studium, und eine allgemeine Kultur der Anerkennung können wir es schaffen, dauerhaftes ehrenamtliches Engagement junger Menschen zu fördern. Da stehe ich an der Seite der Verbände“, so Erikli abschließend.
Auf dem Bild von links nach rechts: Oda-Viola Korte (Hausverantwortliche), Nadine Englert, Nese Erikli, Reinhard Zedler (Geschäftsführer AWO)


Jugendarbeit ist MehrWert:
Die zentralen Forderungen der Kampagne des Landesjugendringes, dem auch das Jugendwerk der AWO angehört:

  • Zuschuss für den Teilnehmerbeitrag für Familien mit geringem Einkommen: Erhöhung von jetzt 7,50 € pro Tag auf maximal 25,€: damit sich auch solche Familien diese Freizeiten leisten können
  • Verbesserung des Betreuerschlüssels von bisher 1:11 auf 1:5. Dies ist wichtig zur Gewährleitung der pädagogischen Qualität und wird in den meisten Freizeiten schon umgesetzt, aber so nicht gefördert.
  • Zuschuss für die pädagogischen Betreuer einer Freizeit: dieser wurde in den letzten 40 Jahren lediglich um 1, auf nun 8,70 € pro Tag erhöht. Wir fordern 25,- pro Tag und Betreuer.
  • Förderung der Qualifikation der Betreuer: bisher werden 9,20 pro Tag und Person gefördert. Dies führt dazu, dass die Ehrenamtlichen in vielen Fällen für die Qualifizierung noch einen Eigenanteil tragen müssen. Dadurch wird es schwerer, Ehrenamtliche zu finden. Wir fordern einen Tagessatz für die Qualifikation von 35,€
  • Gerade Zeltfreizeiten bieten naturnahe und ursprüngliche, anfordernde und aufregende Erfahrungen. Die Anschaffung und Reparatur wird immer teurer, gleichzeitig sinkt die Förderquote: 1991 waren es noch 50 %, 2012 nur noch 35 %. Dadurch steigen die Kosten, die über die Freizeiten finanziert werden müssen. Wir fordern eine Förderquote von 50 % der Kosten.

 

Aus Erfahrung gut (Meldung vom 29.08.2017)

Jugendarbeit ist MehrWert – diese Kampagne des Landesjugendringes Baden-Württemberg war Anlass eines Besucher von MDL Karl Rombach auf dem Campingplatz der AWO in Horn. Hier konnte sich der Abgeordnete, der für die CDU im Landtag sitzt, vor Ort ein Bild machen, was es bedeutet, eine Freizeit für 40 Jugendliche von 12 bis 16 Jahren durchzuführen. Ohne eine Förderung durch Mittel aus dem Landesjugendplan für z.B. Betreuerausbildung, Teilnehmer und Zeltmaterialien, könnten solche Freizeiten nicht durchgeführt werden, ohne sich immens zu verteuern. Und genau diese Förderung ist seit vielen Jahren gleich geblieben. Karl Rombach hat in seiner Jugend selber langjährige Erfahrungen in der Landjugend gemacht und konnte den Bedarf leicht nachvollziehen. „Solche Erfahrungen sind wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung, für das soziale Lernen und fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt“ lautete sein Credo. Sein Dank und Respekt galt dem ehrenamtlichen Betreuerteam, das sich engagiert und kompetent den Problemen und Anforderungen gestellt hat. „Das macht unheimlich Spaß und deswegen bin ich schon zum zweiten mal dabei“, war das Fazit der pädagogischen Leiterin Anja Bergdold (21 Jahre), die in Berlin Informatik studiert und über ein FSJ ihre soziale Ader entdeckte und zufällig zur AWO kam. „Es ist eine große Freude zu sehen, wie so unterschiedliche Jugendliche zusammenfinden“ – darum hofft auch sie, dass es in Zukunft diese Angebote geben kann. Am Ende gab es noch eine persönliche Einladung in den Landtag.
Auf dem Foto von links nach rechts: Karl Rombach, Anja Bergdold, Reinhard ZedlerJugendarbeit ist MehrWert:
Die zentralen Forderungen der Kampagne des Landesjugendringes, dem auch das Jugendwerk der AWO angehört:

  • Zuschuss für den Teilnehmerbeitrag für Familien mit geringem Einkommen: Erhöhung von jetzt 7,50 € pro Tag auf maximal 25,€: damit sich auch solche Familien diese Freizeiten leisten können
  • Verbesserung des Betreuerschlüssels von bisher 1:11 auf 1:5. Dies ist wichtig zur Gewährleitung der pädagogischen Qualität und wird in den meisten Freizeiten schon umgesetztaber so nicht gefördert.
  • Zuschuss für die pädagogischen Betreuer einer Freizeit: dieser wurde in den letzten 40 Jahren lediglich um 1, auf nun 8,70 € pro Tag erhöht. Wir fordern 25,- pro Tag und Betreuer.
  • Förderung der Qualifikation der Betreuer: bisher werden 9,20 pro Tag und Person gefördert. Dies führt dazu, dass die Ehrenamtlichen in vielen Fällen für die Qualifizierung noch einen Eigenanteil tragen müssen. Dadurch wird es schwerer, Ehrenamtliche zu finden. Wir fordern einen Tagessatz für die Qualifikation von 35,€
  • Gerade Zeltfreizeiten bieten naturnahe und ursprüngliche, anfordernde und aufregende Erfahrungen. Die Anschaffung und Reparatur wird immer teurer, gleichzeitig sinkt die Förderquote: 1991 waren es noch 50 %, 2012 nur noch 35 %. Dadurch steigen die Kosten, die über die Freizeiten finanziert werden müssen. Wir fordern eine Förderquote von 50 % der Kosten.